Museumsnachrichten

Sonderausstellung:

Die französische Armee unter König Ludwig XIV.


Frankreich führte seit dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) eine sehr expansive Außenpolitik, die unter dem Sonnenkönig Ludwig XIV. (regierte 1661 bis 1715) ihren Höhepunkt erreichte. So wurde das Elsass endgültig französisch und auf Spaniens Thron saß nach dem Spanischen Erbfolgekrieg sein Enkel Philipp. Durch strukturelle Reformen avancierte die französische Armee zur besten in Europa, was die erfolgreiche Eroberungspolitik des Bourbonenkönigs erst möglich machte.
Die kleine Sonderausstellung zeigt aus den Beständen von Dr. Paul Scharlé sowohl die einfache Bewaffnung (drei Füsilier-Mannschaftsdegen M 1680) als auch absolute Unikate der Offiziere; u. a. :

Schiavona „Regiment Montperrous/Vive le Roy“ 1680-1703 für Offizier, Variante für Linkshänder mit Scheide

Sponton „pertuisane“ für Sergeanten der Gardes Françaises um 1690, in Silber tauschierte Lilien auf Blatt und Federn

Kürass für berittene Offiziere, „I-LEBRUN“ um 1680. Vorder- und Rückenteil

Die Ausstellung ist im Rahmen des „Armeemuseums Friedrich der Große“ bis einschließlich 11. September 2022 täglich geöffnet.